Nationalpark Ranomafana


Goldener Bambuslemur

Der Ranomafana-Nationalpark ist einer der bedeutendsten Nationalparks Madagaskars und seit 2007 Teil des UNESCO-Weltnaturerbes. 1991 gegründet beherbergt er auf ca. 41.000 ha zahlreiche endemische Lemurenarten. Der Ranomafana National Park ist von tropischem Regenwald bedeckt, zum Teil mit schattigen Wäldern, zum Teil mit Hochlandwäldern. Er kann tagsüber mit einem örtlichen Guide besucht werden, kleine Teile des Nationalparks sind aber für Besucher gesperrt und dürfen nur von Wissenschaftlern besucht werden. Nachtexkursionen in den Park sind nicht mehr erlaubt, allerdings werden solche Touren noch am Rande des Nationalparks durchgeführt. Dennoch empfiehlt sich die Teilnahme an einer solchen Tour, da sich auch so z.B. Chamäleons oder seltene nachtaktive Lemuren beobachten lassen. Immer wieder verblüffen die örtlichen Guides Besucher damit, wie sie selbst kleinste Tiere im Scheinwerferlicht einer Taschenlampe aufspüren!

Geographische Lage

Der Nationalpark liegt 400 km südöstlich von Antananarivo und 60 km nordöstlich von Fianarantsoa. Er hat eine Gesamtfläche von 41.601 ha. Das Gelände ist bergig und hügelig, mit Höhenlagen von etwa 400m bis 1.417m.

Der Park liegt etwa 7km vom Ort Ranomafana entfernt, der für seine Thermalquellen bekannt ist (Ranomafana heißt übersetzt auch „warmes Wasser“). Das schwefelhaltige Wasser dient zur Heilbehandlung bestimmter Krankheiten. Die Anlagen sind aber nicht mehr in einem sehr gepflegten Zustand (Stand Ende 2010).


Fossa

Klima & Relief

Das Klima ist tropisch feucht und regnerisch. Die Temperatur schwankt von 14°C bis 20°C. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt bei 2600mm. Es fördert die Entstehung vieler Flüsse, deren Ursprung im Park zu finden ist, die die Berge durchstreifen. Das Klima bildet eine sehr attraktive Naturlandschaft mit vielen Flüssen und Wasserfällen durch den Wald. Diese Flüsse werden auch zur Stromerzeugung und durch die Landwirtschaft genutzt.

Der Park ist ganzjährig geöffnet, Wanderungen empfehlen sich aber besonders zwischen September und Februar. Zwischen März und Oktober herrscht häufiger Regen vor, die aus tropischen Tiefdruckgebieten und Wirbelstürmen resultieren. Bringen Sie warme Kleidung, Stiefel und Regenjacken und für die Nachtexkursionen eine nicht zu starke Taschenlampen mit.


Mausmaki

Fauna & Flora

Fauna und Flora sind vielfältig und in großen Teilen auch einzigartig. Wir begegnen verschiedenen Heilpflanzen, verschiedene Sorten von Orchideen, fleischfressende Pflanzen und Riesenfarne. 12 Lemurenarten können beobachtet werden, darunter auch der seltene und berühmte Goldene Bambuslemur (Hapalemure Aureus), aber auch der Große Bambuslemur (Hapalemur simus), die sich hauptsächlich von Bambussprossen und Guaven ernähren. Besucher haben zudem die Möglichkeit, etwa 118 Vogelarten, 8 Fledermausarten und viele Nagetiere, Reptilien, Amphibien, Fische, Spinnen und Schmetterlinge und natürlich auch Chamäleons zu beobachten.

Volksgruppen

Es überwiegen die Tanala und die Betsileo.

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